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Nachrichten ohne Mobilfunknetz: Wie viel Solarstrom braucht ein Meshtastic-Node?

Mit Meshtastic schicken sich kleine LoRa-Funkmodule kurze Textnachrichten zu – ganz ohne Mobilfunknetz oder Internetverbindung. Am 21. September 2026 hat das Projekt eine Anleitung veröffentlicht, wie man den tatsächlichen Energieverbrauch eines solarbetriebenen Nodes misst, und die Antwort beginnt bei Wattstunden statt bei einem einzelnen Stromwert.

Kleiner LoRa-Funknode mit Antenne und Solarmodul, im Freien montiert
Kleiner LoRa-Funknode mit Antenne und Solarmodul, im Freien montiert KI-Illustration

Was Meshtastic ist

Meshtastic ist ein Open-Source-Projekt, das günstige LoRa-Funkplatinen mit einer Smartphone-App verbindet. Nachrichten springen von Node zu Node, sodass schon wenige gut platzierte Nodes Menschen in einem ganzen Viertel oder einem Tal verbinden können.

Die Reichweite hängt von Gelände, Antennen und Einstellungen ab, und dahinter stehen weder Internetzugang noch Notrufdienste. Frequenzen und Sendeleistung unterliegen den örtlichen Vorschriften, wählen Sie also die Regionseinstellung, die zu Ihrem Standort passt.

Warum ein Messwert nicht reicht

Ein Node verbringt die meiste Zeit mit Zuhören und braucht mehr Strom, sobald er sendet. Die meisten Hand-Multimeter zeigen nur einen Momentanwert, ein einzelner Messwert kann daher viel zu niedrig oder zu hoch ausfallen.

Meshtastic empfiehlt ein Messgerät oder Labornetzteil, das Wattstunden oder Milliamperestunden über mindestens eine Stunde aufsummiert, idealerweise über zwei bis sechs Stunden. Prüfen Sie, ob das Gerät sehr kleine Ströme auflösen kann. Testen Sie nicht in einem stark genutzten bestehenden Mesh: Ein anderer Kanalname oder Schlüssel verhindert nicht, dass Ihr Test andere beeinträchtigt. Folgen Sie den Hinweisen der offiziellen Anleitung zu einem lokal ungenutzten Frequenzslot innerhalb der zulässigen Regionseinstellung.

Schema: Solarmodul zu Laderegler zu Akku zu LoRa-Funkmodul, mit Wattstunden pro Tag
Die Tagesenergie entscheidet über Akku und Modul. Werte aus dem Rechenbeispiel.

Von Milliwatt zu Wattstunden

Leistung ist Spannung mal Strom: 5 V × 50 mA ergeben 250 mW. Über 24 Stunden werden daraus 6 Wh. Im eigenen Beispiel der Anleitung verbrauchte ein Node in drei Stunden 0,72 Wh, im Schnitt also 240 mW – das entspricht etwa 5,8 Wh pro Tag.

Eine grobe Schätzung für Akku und Solarmodul

Dies ist unser eigenes Rechenbeispiel, kein Wert von Meshtastic. Rechnen Sie mit 6 Wh pro Tag und planen Sie drei Tage ohne nutzbare Sonne ein: Dann muss der Akku dem Node rund 18 Wh liefern. Wählen Sie einen geschützten Akkupack, dessen nutzbare Energie nach den eigenen Verlusten und einer Reserve deutlich darüber liegt, statt sich auf die Nennwerte einzelner Zellen zu verlassen.

Für das Solarmodul nehmen wir an, dass ein Wintertag umgerechnet 1,5 Stunden volle Sonne liefert und 60 % der Nennleistung des Moduls im Akku ankommen: 6 ÷ (1,5 × 0,6) ≈ 6,7 W, nur um den Verbrauch eines Tages zu decken. Ein 6-W-Modul käme nur auf etwa 5,4 Wh; ein Modul mit rund 10 W, unter denselben Annahmen etwa 9 Wh pro Tag, ist daher ein sinnvolles Beispiel mit etwas Reserve. Den Tagesverbrauch zu decken ist nicht dasselbe, wie einen leeren Reserveakku schnell wieder aufzuladen, und Standort und Jahreszeit können diese Zahlen verändern. Messen Sie daher zuerst Ihren eigenen Node.

Für größere Anlagen gilt dieselbe Logik: Lesen Sie, welche Solarmodulgröße eine Powerstation braucht, oder stöbern Sie in unserer Notstrom-Grundausstattung.

Software- und Messhinweise; kein Produktstart. Funkeinstellungen müssen den örtlichen Vorschriften entsprechen.

Quellen

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