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EcoFlow RIVER Gen4 und kleine Verbraucher: Warum ein 10-W-Router mehr als 10 W braucht

EcoFlow hat die RIVER 260 Gen4 und die RIVER 520 Gen4 am 4. September 2026 auf der IFA in Berlin vorgestellt, ausgelegt für Geräte mit weniger als 100 W Leistungsaufnahme. Damit greift der Hersteller ein Problem auf, das viele Besitzer kleiner Powerstations kennen: Bei geringer Last ist der Akku oft früher leer, als das Typenschild vermuten lässt.

EcoFlow RIVER Gen4
EcoFlow RIVER Gen4 — EcoFlow

Was EcoFlow angekündigt hat

Die RIVER 260 Gen4 speichert 256 Wh, liefert 300 W und wiegt etwa 3,0 kg. Die RIVER 520 Gen4 speichert 512 Wh, liefert 500 W und wiegt etwa 4,6 kg. Beide nutzen LFP-Zellen und haben einen USB-C-Anschluss mit 140 W, der laden und Strom abgeben kann.

Zusätzlich nennt EcoFlow X-Boost-Werte von 600 W und 1.000 W. X-Boost ist keine zusätzliche Dauerleistung: Die Funktion senkt die Spannung, sodass manche Heizgeräte mit reduzierter Leistung laufen können. Preise oder regionale Starttermine enthält die Ankündigung nicht. Die IFA-Eventseite von EcoFlow verwendet stellenweise andere Bezeichnungen und Werte; die Angaben hier folgen der datierten Ankündigung vom 4. September 2026.

Wohin die zusätzlichen Watt gehen

Wenn Sie eine AC-Steckdose nutzen, wandelt ein Wechselrichter den Gleichstrom des Akkus in Wechselstrom um. Dieser Wechselrichter verbraucht Strom, solange er eingeschaltet ist, und bei der Umwandlung geht zusätzlich Energie verloren. Bei 200 W ist dieser Anteil klein, bei 10 W kann er groß sein.

Laut EcoFlow liegt der aktive Leerlaufverbrauch der Gen4 etwa 30 % unter einem Branchendurchschnitt, gestützt auf eigene Messungen ausgewählter Produkte. Einen absoluten Wert veröffentlicht EcoFlow nicht. Die Prozentangabe ist daher als Herstellerangabe zu verstehen, nicht als unabhängiger Test.

Schema: Akku zum Router über den AC-Wechselrichter im Vergleich zu einem direkten DC- oder USB-C-Weg, mit angenommenen Verlusten
Zwei Wege zum selben Router. Die Werte sind Annahmen aus dem Rechenbeispiel.

Ein Rechenbeispiel

Nehmen wir eine Station mit 256 Wh an und gehen davon aus, dass nach Akkuschutz und Umwandlung etwa 230 Wh nutzbar sind. Ein Router braucht 10 W. Kostet der Betrieb der AC-Seite angenommen 8 W zusätzlich, ergeben sich 18 W und der Akku hält etwa 13 Stunden (230 ÷ 18). Kann der Router an einem DC- oder USB-C-Ausgang mit angenommen 1 W Verlust laufen, sind es insgesamt 11 W und die Schätzung steigt auf etwa 21 Stunden (230 ÷ 11).

Diese Zahlen sind beispielhafte Annahmen, keine Messungen an einer RIVER Gen4. Sie zeigen, warum der gewählte Ausgang genauso wichtig sein kann wie die Akkugröße.

Was bei jeder kleinen Station hilft

Nutzen Sie einen DC- oder USB-C-Ausgang nur, wenn er zu Spannung und Stecker des Original-Netzteils des Geräts passt. Schalten Sie die AC-Seite ab, wenn nichts sie braucht, und prüfen Sie den tatsächlichen Verbrauch mit einem Strommessgerät für die Steckdose.

EcoFlow gibt unter festgelegten Bedingungen eine USV-Umschaltzeit von unter 10 ms an. Ob ein bestimmter Router oder Computer beim Umschalten eingeschaltet bleibt, hängt vom jeweiligen Gerät ab – testen Sie es also, bevor Sie sich darauf verlassen.

Für die gesamte Internetverbindung lesen Sie WLAN mit Notstrom oder sehen Sie nach, wie lange Router und Modem an einer Powerstation laufen.

Die Ankündigung von EcoFlow enthält keine Preise und keine Starttermine für einzelne Märkte.

Quellen

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