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Vorsorge · Österreich

Blackout zu Hause: Vorbereitung, Vorräte und die richtige Störungsnummer

Die Störungsinformation ist in Österreich nach Netzbetreibern organisiert: Jede Netzbetreiberin führt ihre eigene Störungsstelle und nennt ihre eigene Nummer. Für die Vorsorge zu Hause empfiehlt der Österreichische Zivilschutzverband, mit rund zehn bis vierzehn Tagen Eigenversorgung zu planen — das ist eine Verbandsempfehlung, keine behördliche Vorgabe.

Das Wichtigste zuerst

Halten Sie Kühl- und Gefriergeräte geschlossen und nutzen Sie Licht sowie Informationen aus Ihrem eigenen Vorrat. Eine gewöhnliche Versorgungsunterbrechung melden Sie bei der Störungsstelle Ihres Netzbetreibers — nicht über die Notrufnummern.

TINETZ weist in seinem Infoblatt „Stromausfall??“ für sein Netzgebiet darauf hin, dass ein Stromausfall kein Notfall ist und deshalb nicht unter den Notfallnummern für Feuerwehr, Rettung oder ähnliches gemeldet werden soll. Bei Gasgeruch gilt dagegen die Notrufnummer 128.

Your Power Setup ist kein Netzbetreiber und zeigt keine aktuelle Störungskarte. Informationen zu Ursache und Dauer erhalten Sie ausschließlich bei Ihrem örtlichen Netzbetreiber.

Warum die Nummer von Ihrer Netzbetreiberin abhängt

Die österreichische Störungsinformation ist nach Netzbetreibern getrennt. Zuständig ist immer die Netzbetreiberin Ihres Anschlusses: Sie veröffentlicht ihre eigene Störungsnummer und, wo vorhanden, ihre eigene Störungskarte. Suchen Sie Ihre Netzbetreiberin über Ihre Rechnung oder den Netzkarten-Link Ihres Bundeslandes und prüfen Sie die Nummer dort.

Ihre Netzbetreiberin, Ihre Nummer

Die folgende Liste nennt die Störungsstellen der großen österreichischen Netzbetreiber, wie sie in deren eigenen Störungsinformationen genannt werden. Rufnummern können sich ändern — prüfen Sie die Nummer vor dem Ernstfall direkt auf der Seite Ihrer Netzbetreiberin.

  • Wiener Netze — 0800 500 600
  • Netz Niederösterreich — 0810 820 120
  • Netz Oberösterreich — 05 9070 3030 (eigene Störungskarte)
  • Energienetze Steiermark — 0800 800 128 (eigene Störungskarte)
  • Kärnten Netz (KNG) — 050 525 6691 bis 6696 (eigene Störungskarte)
  • Vorarlberger Energienetze — +43 5574 9020-189
  • TINETZ — +43 50708 123
  • Salzburg Netz — 0800 660 661 für die gewöhnliche Störung, 0800 660 665 für eine gefährliche Situation

Notieren Sie die Nummer Ihrer Netzbetreiberin zusätzlich auf Papier, damit sie nicht nur im Telefon gespeichert ist.

Zwei Nummern bei Salzburg Netz sind kein Widerspruch

Salzburg Netz unterscheidet ausdrücklich zwei Situationen: 0800 660 661 für die gewöhnliche Versorgungsunterbrechung und 0800 660 665 für eine gefährliche Situation — etwa einen Brand an Leitungen oder beschädigte bzw. hängende Leitungen. Für die Gefahrenzone nennt die Netzbetreiberin rund 30 Meter Abstand.

Gasgeruch: die 128

Riecht es nach Gas, gilt die Notrufnummer 128; das Bundesministerium für Inneres führt sie als Notrufnummer bei Gasgebrechen. Daneben stehen 112 (Euronotruf), 122 (Feuerwehr), 133 (Polizei) und 144 (Rettung). Eine reine Stromstörung gehört nicht auf diese Leitungen.

Zehn bis vierzehn Tage: was der Zivilschutzverband empfiehlt

Der Österreichische Zivilschutzverband empfiehlt in seinem Blackout-Ratgeber, mit mindestens zehn bis vierzehn Tagen Eigenversorgung zu planen. Dieser Ratgeber trägt den Stand 09/2022. Der Verband wird öffentlich gefördert, seine Tagesangabe ist aber keine behördliche Norm.

Oberösterreich und Steiermark

Der Zivilschutz Oberösterreich nennt mindestens zehn Tage, besser zwei Wochen. Der Zivilschutzverband Steiermark nennt zwei Wochen und dazu 1,5 Liter Wasser pro Person und Tag. Die Tageszahl ist eine Empfehlung des jeweiligen Landesverbands.

Wasser

Die Steiermark beziffert zusätzlich den Wasserbedarf: 1,5 Liter pro Person und Tag. Rechnen Sie diese Menge mit der Personenzahl Ihres Haushalts hoch und denken Sie an Haustiere.

Licht und Wärme ohne Verbrennung

Nutzen Sie in Innenräumen nur dafür zugelassene Geräte und beachten Sie deren Gebrauchsanweisung. Der Zivilschutz Oberösterreich hält in seinem Selbstschutztipp fest, dass Geräte mit Verbrennungsmotor — Notstromaggregate, Pumpen — niemals in geschlossenen Räumen betrieben werden dürfen, auch nicht in Garagen, Kellern oder Werkstätten. Verbrennung in Innenräumen kann lebensgefährlich werden.

Kühl- und Gefriergeräte geschlossen halten

Kühl- und Gefriergeräte geschlossen halten: Sie bleiben dann über Stunden kalt. Die Kundeninformation von vkw Vorarlberg empfiehlt das für Haushalte.

Wenn die Kühlgeschichte eines Lebensmittels unklar ist, leiten Sie keine Sicherheit allein aus der verstrichenen Zeit ab.

Notstrom: warum der Zivilschutzverband private Aggregate nicht empfiehlt

Der Österreichische Zivilschutzverband geht in seinem Blackout-Ratgeber über reine Vorsorgehinweise hinaus: Für Haushalte werden Stromaggregate nicht empfohlen. Die Begründung im Ratgeber, Stand 09/2022: Die Anschaffung zuverlässiger Geräte sei teuer, die Lagerung großer Brennstoffmengen berge eine zusätzliche Brandgefahr, und bei falscher Handhabung bestehe Gefahr durch Kohlenmonoxid. Empfohlen werden stattdessen Photovoltaikanlagen mit Speicher.

Kohlenmonoxid

Kohlenmonoxid kann in geschlossenen Räumen lebensgefährlich werden. Der Zivilschutz Oberösterreich nennt in seinem Selbstschutztipp die Regel, Geräte mit Verbrennungsmotor nie in geschlossenen Räumen zu betreiben. BVS Oberösterreich und das KFV berichteten in einer gemeinsamen Presseinformation vom 8. November 2023 von einem Todesfall, der auf die falsche Bedienung eines Stromaggregats zurückging, und halten fest, dass Notstromaggregate keinesfalls im Keller oder in anderen geschlossenen Räumen betrieben werden dürfen.

Photovoltaik mit Speicher

Der Zivilschutzverband empfiehlt Photovoltaik mit Speicher als Alternative. Dazu gehört eine zweite, ebenso wichtige Aussage: Die Landwirtschaftskammer Österreich hält in der Broschüre „Notstromversorgung in der Landwirtschaft“ (Impressum 01/2024) fest, dass eine Photovoltaikanlage bei einem Ausfall nicht liefert, weil sich der Wechselrichter sicherheitstechnisch abschaltet.

Beides zusammen gelesen heißt: Eine Photovoltaikanlage allein ist kein Notstrom. Ob Ihre Anlage im Ausfall das Haus versorgen kann, hängt von der Ersatzstrom- und Umschaltfähigkeit Ihrer konkreten Anlage ab. Lassen Sie das von einer Elektrofachkraft beurteilen, statt es anzunehmen.

Einspeisen ins Hausnetz: eine regionale Anschlussanforderung

Für ihr Netzgebiet regelt die TINETZ Kundeninformation vom 15. Juni 2026 die Errichtung und den Betrieb von Ersatzstromversorgungen bis 30 kVA. Kernpunkt: Die Anlage darf nicht parallel zum Verteilernetz betrieben werden. Das ist eine Anschluss- und Betriebsanforderung dieser Netzbetreiberin für ihr Netzgebiet. Die Ausführung gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Diese Seite enthält keine Installationsanleitung.

Weiterführend in dieser Edition: Sicherheitsgrenzen für Notstromgeneratoren zu Hause · alle Österreich-Ratgeber.

Nach der Rückkehr des Stroms

Prüfen Sie nach der Rückkehr des Stroms Kühl- und Gefriergeräte, geladene Geräte und Ihre Vorräte. Schalten Sie eine Ersatzstromversorgung nicht selbst um oder wieder an — solche Arbeiten an der elektrischen Anlage gehören zu einer Elektrofachkraft.

Wenn Sie die Kühlkette eines Lebensmittels nicht nachvollziehen können, behandeln Sie das Lebensmittel vorsichtig.

Häufige Fragen

Wie lange sollte ich mich selbst versorgen können?

Der Österreichische Zivilschutzverband nennt mindestens zehn bis vierzehn Tage (Stand 09/2022). Das ist eine Verbandsempfehlung, keine behördliche Zahl. Die Landesverbände unterscheiden sich: Oberösterreich sagt mindestens zehn Tage, besser zwei Wochen; die Steiermark sagt zwei Wochen und nennt 1,5 Liter Wasser pro Person und Tag.

Darf ich ein privates Aggregat verwenden?

Der Zivilschutzverband empfiehlt private Aggregate für Haushalte nicht — wegen der Kosten zuverlässiger Geräte, der Brandgefahr bei der Brennstofflagerung und der Kohlenmonoxidgefahr bei falscher Handhabung. Ein Aggregat gehört nie in geschlossene Räume. Diese Seite gibt keine Installationsanleitung; wenden Sie sich an eine Elektrofachkraft.

Darf ich ein Notstromaggregat an das Hausnetz anschließen?

Der Anschluss an die Hausinstallation ist eine technische Installationsarbeit und gehört zu einer Elektrofachkraft. Für ihr Netzgebiet verlangt die TINETZ, dass eine Ersatzstromversorgung nicht parallel zum Verteilernetz betrieben wird; das ist eine Anforderung dieser Netzbetreiberin für ihr Netzgebiet. Diese Seite gibt keine Installationsanleitung.

Wie halte ich Lebensmittel kalt?

Kühl- und Gefriergeräte geschlossen halten; die Kundeninformation von vkw Vorarlberg empfiehlt das für Haushalte. Verlassen Sie sich bei der Kühlkette nicht allein auf die verstrichene Zeit.

Wann ist ein Stromausfall ein Notfall?

Nicht automatisch. Ohne unmittelbare Gefahr für Personen melden Sie die Störung beim Störungsdienst Ihrer Netzbetreiberin; TINETZ hält ausdrücklich fest, dass ein Stromausfall nicht unter den Notfallnummern gemeldet werden soll. Bei akuter Gefahr für Leben oder Gesundheit gilt 112; bei Gasgeruch 128.

Quellen und Stand des Entwurfs

Österreichischer Zivilschutzverband: Ratgeber Blackout (Stand 09/2022) · Zivilschutz Oberösterreich: Blackout · Zivilschutz Oberösterreich: Selbstschutztipp Kohlenmonoxid · Zivilschutzverband Steiermark: Bevorratung · BVS Oberösterreich und KFV: Presseinformation Kohlenmonoxid vom 08.11.2023 · TINETZ: Kundeninformation Ersatzstromversorgungen bis 30 kVA vom 15.06.2026 · TINETZ: Versorgungsunterbrechungen · TINETZ: Infoblatt „Stromausfall??“ · Landwirtschaftskammer Österreich: Notstromversorgung in der Landwirtschaft (Broschüre 01/2024) · Bundesministerium für Inneres: Notrufnummern · vkw Vorarlberg: Stromausfall · Salzburg Netz: Verhalten bei Störungen · Störungsnummern der übrigen Netzbetreiber aus deren eigenen Störungsinformationen.

Dieser Entwurf ist zur Durchsicht bestimmt. Er enthält keine Produktangebote, keine Kaufempfehlung und keine technische Installationsanleitung. Verbands- und Betreiberangaben sind keine behördlichen Normen.

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